Warum ist die Welt so wie sie ist?

Jede Zeit bringt ihre eigenen Probleme mit sich, mit denen sich die Menschen auseinandersetzen müssen.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen, berufliche, finanzielle Probleme und Krankheiten begleiten das ganze menschliche Leben. Die Menschen befinden sich in schweren Lebenslagen, und sie suchen nach einer Unterstützung, Beihilfe und Aufmunterung in oftmals scheinbar aussichtslosen Situationen.

Welchen Rat kann man ihnen geben?

Meine Nächsten haben existenzielle Sorgen, sie befinden sich in schwierigen familiären Lagen, sie sind erschöpft. Wie kann man sie aufmuntern? Ich selbst kenne diese Probleme sehr gut. Eine schwere Zeit für die Familie dauerte bei uns Jahrzehnte. Es stellt sich die Frage, ob dies überhaupt jemals wirklich zu Ende ging…

Es ist sicherlich eine Frage dessen, wie man die Dinge betrachtet.

Wenn ich mich so umschaue, sehe ich, dass ALLE betroffen sind. Wie man sieht, soll das Leben  einfach nicht so funktionieren, wie wir es uns wünschen!

Die Prozesse der letzten Jahre waren für meine spirituellen Freunde und  für uns alle zusammen so anspruchsvoll, dass wir immer wieder Gelegenheiten bekommen haben zu lernen, alles anzunehmen. Und so leben wir hier mit all dem, und es bleibt uns nichts anderes übrig, als es anzunehmen und wir sehen, wie hilflos wir in Wirklichkeit sind.

Wir alle gehen durch solche „Lebensprüfungen“ durch, und es scheint, als ob wir - diejenigen, welche mit dem Licht  oder für das Licht „arbeiten“- am meisten betroffen sind.

Ich gebe meine völlige Hilflosigkeit zu und die einzige “Waffe“, welche sich in den vielen Jahren dagegen entwickelt hat war, dass wir lernen mussten, die Sachen anzunehmen. Wir mussten lernen, mit unterschiedlichen Dingen zu leben, also damit, dass das Leben sich nicht immer nach unseren Vorstellungen entwickelt.
Was  immer wir auch tun, ob gut oder schlecht, aus unserer Sicht oder aus der Sicht der anderen,  das Ergebnis unserer Arbeit hängt  lediglich immer von unserer Naturunterstützung ab. Denn wir tun eigentlich nichts , das heißt, wir sind nicht in der Position eines persönlich Handelnden.  

Egal wie sehr wir uns bemühen, wir haben niemals den Einfluss darauf, was folgen wird. Was einzig und alleine zählt ist, dass wir  alles hingeben müssen, da das Leben uns lehrt, dass nichts in unseren Händen liegt.

Jeder Mensch ist allen möglichen Angst- und Unsicherheitsprojektionen ausgesetzt. Alles, was wir emotional unterdrücken, kommt an die Oberfläche und das Leben kreiert für uns die entsprechenden Lebenssituationen.

Wenn ich mir meine eigene Entwicklung anschaue, sehe ich, dass ich bis jetzt mit allem konfrontiert worden bin, was mir jemals nicht gefiel, was ich jemals befürchtet habe, eigentlich mit allem, was ich aus irgendeinem Grund abgelehnt habe. Das Leben organisiert für uns die nötigen Situationen, in welchen die unterdrückten Emotionen an die Oberfläche kommen. Aber eigentlich ist es andersherum. Die Quelle projiziert Emotionen auf unseren Körper-Geist-Mechanismus, und wir projizieren sie in bestimmten Situationen nach außen. Sie wurden für uns geschaffen , damit wir in der Lage sind, diese Emotionen entsprechend unserem Lebensfilm richtig zuzuordnen. Dieser Prozess dauert so lange, bis die unterdrückte Emotion aufgelöst und in unserem Bewusstsein integriert worden ist. Je nachdem, wie schnell oder langsam wir lernen, können sich die gleichen Probleme in unterschiedlichen Situationen ständig wiederholen.

Ich sehe, dass die Quelle auf alle das projiziert, was sie transformieren möchte; Ängste, Verletzungen, Negativität. Diese Transformation wird so lange andauern, bis alle Stresse aus dem System und aus allen Zellen ausgespült sind, bis die ganze Persönlichkeit neutralisiert ist. Sie gibt ihre persönlichen Emotionen, Neigungen, Anhaftungen und Bindungen auf, und eines Tages bleibt nur „Dein Wille geschehe“, das heißt also, dem göttlichen Willen zu folgen. 

 

 

 

Warum ist die Welt so wie sie ist? - Seite 2 -

Danach verschwinden alle Wünsche, Illusionen und Vorstellungen, welche im ganzen menschlichen Mechanismus verankert waren, auch im Körper. Das Göttliche zerstört erbarmungslos (oder barmherzig ?) jegliche Illusionen in uns allen und gibt uns dadurch einen Schub in unserem Bewusstsein nach vorne. 

Deswegen sagt man, dass wir durch das Leiden lernen und dass unser Schmerz die Selbstverwirklichung unterstützt. Das ist im Grunde genommen alles, worum es im Leben geht. 

Dieser Weg ist der Weg von uns allen, egal wo wir stehen. Jedem Körper geschieht es nach seinem Karma, und jeder bekommt seine Lektionen, und wir klettern weiter auf der Leiter des Bewusstseins nach oben. Früher oder später kehrt alles wieder in die göttliche Einheit zurück. 

Selbstverständlich wünscht sich jeder von uns, dass das Leben funktioniert und am besten für immer! Aber das Leben, wie wir es kennen, ist veränderlich, und es funktioniert so, dass es gerade darauf gegründet ist, dass es (meistens) nicht funktioniert. 

Die Menschen leiden an der Welt der Dualität und Trennung von ihrem geistigen Ursprung. Das kostbare Geschenk dieser Zeit liegt aber gerade darin, dass sie erkennen können, dass diese Trennung eine Täuschung ist. 

Jeder von uns trägt die Sehnsucht nach Stille und dem Frieden der Einheit in sich. Es scheint ein Paradoxon zu sein, dass ausgerechnet unsere Welt der Erscheinungsformen darauf gegründet ist, dass sie aus der Einheit ausgeschlossen ist. In der Einheit gibt es keine Schöpfung, und die Schöpfung kann nur außerhalb der Einheit Gottes existieren. Gott erschafft unser Leben dadurch, dass wir scheinbar aus seiner Einheit rausfallen und  dadurch sichtbar werden. 

Das Resultat dessen ist, dass wir uns in der Dualität befinden, in einer polaren Welt der Gegensätze. Und diese Gegensätze ziehen sich an, ausgerechnet durch die Kraft der göttlichen Einheit. 

In der Welt der Gegensätze suchen wir dann, egal ob bewusst oder unbewusst, vergeblich das, was wir nur in der Einheit mit Gott finden können. Um uns nach Hause zu bringen, bewirkt die Kraft, die uns treibt und unser Leben kreiert, also absichtlich, dass das Leben aus unserer Sichtweise scheinbar nicht funktioniert. 

Die Quelle arbeitet mit einer absoluten Präzision daran, damit wir erkennen können, dass die Einheit, die wir außerhalb von uns suchen, nur in uns, in unserem Geiste zu finden ist. 

Aus diesem Grund kann ich nur jeden dazu ermuntern,  notwendigerweise zuerst zu lernen, die Dinge anzunehmen. Die momentane Situation so zu transformieren,  dass der Mensch fähig ist, mit bestimmten Dingen zu leben, im Frieden zu sein oder dass er Gott die Dinge hingibt, welche er momentan nicht verändern kann. Alles andere wird sich so oder so nach dem kosmischen Plan entfalten, auf welchen keiner von uns Einfluss hat. 

Wir müssen lernen, uns auf den göttlichen Willen dadurch einzustellen, dass wir lernen, die Dinge anzunehmen. So lösen wir gleichzeitig alte Muster, Ängste und Traumata auf. 

Jeder von uns trägt sein eigenes Kreuz. Das, was draußen geschieht, und was mich innerlich trifft, damit habe ich etwas zu tun. Das heißt, dass in unserem System diesbezüglich eine Blockade besteht, ein alter, unerlöster und unterdrückter Stress.

Lasst uns also die Aufmerksamkeit dem geben, was eine Situation mit uns macht, und was wir empfinden. Es ist nötig, diese Empfindungen und Emotionen zu erlösen und unser System wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn wir diesen Emotionen unsere Aufmerksamkeit schenken, wenn wir in der Mitte anhalten, bekommen wir die kostbare Chance, uns selbst zu erkennen. Danach werden wir sehen, was das Leben weiter bringt, was sich ändert oder nicht. Das ist der Sinn und das Geschenk all dieser schweren Lebenssituationen. 

Deswegen wünsche ich  euch allen von ganzem Herzen, dass ihr lernt, die Dinge, welche ihr nicht ändern könnt, so gut wie möglich anzunehmen. Und zwar nicht nur im Geiste, sondern auch im Körper. Denn unser Körper stellt ein Kreuz dar, und wenn das Ego an dem Kreuz gekreuzigt wird und stirbt, was dann bleibt, ist das ABSOLUTE EWIGE SEIN. 

Gesegnete Ostern Euch allen…

Soreia

April 2012