Gedanken zum Frieden

FRIEDE ALS FRAGE DES BEWUSSTSEINS

 

Die Frage des Friedens ist die Frage des menschlichen Bewusstseins.

Der Mensch wird erst dann in der Lage sein auf Dauer im Frieden mit sich selbst und mit seiner Umwelt zu leben, wenn er ein höheres Bewusstsein erreicht hat.
Um einen lang anhaltenden Frieden in der Welt zu schaffen, müssen wir uns daher der Anhebung des menschlichen Bewusstseins widmen. Denn aus dem Frieden des Individuums ergibt sich der Frieden für die ganze Welt.
Die Welt ist ein unmittelbarer Ausdruck des menschlichen Bewusstseins. Der Zustand der Erde und der menschlichen Beziehungen weisen direkt darauf hin, auf welchem Bewusstseinsniveau sich die Menschheit befindet.

Erst wenn der Mensch seine göttliche Erhabenheit, sein göttliches Bewusstsein wieder gefunden hat, ist er wirklich fähig, friedlich mit allem zu leben, in der Einheit mit Gott, im Zustand des absoluten Seins.
Wenn ein Mensch IST, dann ist sein ganzes Wesen ein Ausdruck des Friedens. Er ist zur Kraft der Gegenwart geworden und findet dadurch die Erfüllung in sich selbst. Diese liegt im Verweilen des Geistes in seiner eigenen Natur.

Die Frage des so sehr ersehnten Friedens in der Welt kann also leider vorher nicht endgültig und auf Dauer gelöst werden, bevor sich der Mensch in seinen wahren Zustand, in den Zustand der göttlichen Einheit, erhoben hat.

Das höchste Ziel des menschlichen Lebens ist die Vollendung, und diese mündet im Frieden. Auf dem Weg zu unserer Meisterschaft müssen wir den Frieden zuerst in uns selbst finden. Der Friede des Individuums wird sich dann auf die Familie ausbreiten, welche die grundlegende Einheit der Gesellschaft darstellt. Wenn der Friede in der kleinsten Einheit entfaltet wird, und zwar in jeder Zelle eines Individuums, wird aus diesem Frieden der Friede in der Familie und in der Gesellschaft entstehen. Aus dem Frieden in der Gesellschaft kann dann ein Weltfrieden wachsen.

Aus diesem Grund ist die Entfaltung des eigenen Friedens in sich selbst das Wertvollste, was ein Mensch der Welt geben kann. Dieser Friede ist das höchste Gut, das ein Mensch hat. Die Verantwortung für den eigenen inneren Frieden zu übernehmen bedeutet gleichzeitig, für den Frieden in der Welt einzustehen.
Wir müssen zuerst die Wandlung in unserem Inneren vollziehen, welche wir in der Welt sehen wollen und uns selbst des Friedens bewusst sein, den wir von der Welt und den anderen erwarten.             

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 2 -

DIE WELT ALS AUSDRUCK DES BEWUSSTSEINS

 

Unsere äußere Welt, wie wir sie erfahren, ist die Welt der Trennung. Sie ist nicht heil, weil sie aus ihrer Einheit herausgefallen ist. Dies bedeutet nichts anderes, als dass der Mensch seine Göttlichkeit verlassen hat. Die Welt ist so, wie ein Mensch über sie denkt. Sie ist der unmittelbare Ausdruck seines individuellen menschlichen Bewusstseins. Dem Individuum erscheint die Welt also in der Art, wie es selber ist. Die Meinung über die Welt, die ein Mensch hat, entspricht seinem Bewusstseinszustand.
Der Ausdruck der Welt und ihre Wahrnehmung ist gleichwertig mit dem unerlösten Schmerz des Menschen. Dieser kreiert die Welt und die Einstellung zu ihr aus seinen verborgenen Anteilen. Da die Menschen sich ihrer verborgenen Anteile nicht bewusst sind und in ihrer Ganzheit nicht mehr gesund sind, ist es uns leider nicht möglich, eine heile, friedvolle und saubere Welt zu erleben.

Unsere Welt ist nicht sanft und friedlich, sie ist giftig, weil sie aus ihrer göttlichen Natur herausgetreten ist. Ein Individuum kann mit ihr in schmerzvolle Resonanz kommen durch die körpereigenen Toxine, welche in ihm schwingen. Diese kreieren dann die Erfahrung der subjektiven Welt. Die innere Einstellung des Individuums zur Welt und zu seiner Umwelt, und wie dieses Individuum die Welt wahrnimmt, ist der unmittelbare Ausdruck der Toxine in seinem eigenen Körper.
Erst wenn die Psyche die Bereitschaft hat, diese Toxine aus dem Körper loszulassen, und wenn diese den Körper verlassen haben, ändert sich die individuelle Einstellung des Menschen zur Welt.
Wenn man schmerzvolle Erfahrungen immer wieder erlebt, fragt man sich „Warum erfahre ich das so, warum geschieht mir das?“ „Weil du den unerlösten Schmerz noch in dir hast.“ heißt die Antwort. Und dieser Schmerz kreiert die zukünftigen Ereignisse und zwar so lange, bis er endgültig erlöst wird. Wenn wir auf unseren Schmerz nicht achten, welcher nichts anderes ist, als das Drängen der Natur auf die Rückkehr in die Einheit, entstehen Krankheiten. Wenn wir unseren physischen Körper von den Giftstoffen reinigen, dann reinigen wir nicht nur unsere Psyche, sondern gleichzeitig auch unsere äußere Welt.
Wie innen, so außen, wie oben, so unten. Es gibt keine Trennung, denn alles ist in allem enthalten. Der Mensch ist das Ganze und in jeder seiner Zellen schwingt das ganze Universum. Die Einheit von Makrokosmos und Mikrokosmos drückt sich dadurch aus.

Die Heilung des Menschen und der Welt kann also nur über die Veränderung des individuellen Bewusstseins geschehen. Das bedeutet über die Rückkehr zum reinen Bewusstsein, welches sein einziges und wahres Erbe ist. Wenn der Mensch heilt, heilt gleichzeitig die Erde. Wenn der Mensch gesund wird, wird auch die Welt gesund.             

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 3 -

DIE INTEGRATION DES SCHATTENS

 

Jeder Mensch sehnt sich nach Glück, Freiheit und Wohlergehen. Die entscheidende Frage ist: Wie kommt es zu unserem Unfrieden, und wie können wir unseren Frieden finden? Wenn wir aus unserer wahren Natur scheinbar aussteigen, wenn wir uns unseres wahren Wesens nicht bewusst sind, und die körperlichen Spannungen in Form negativer Gefühle und Gedanken unser Wesen überlagern, entsteht ein Zustand des Unfriedens.

Das, was unseren Frieden und die harmonischen Beziehungen in der Familie und Gesellschaft zerstört und den Weltfrieden unmöglich macht, sind unsere negativen Emotionen. Im Frieden zu sein bedeutet eine ruhige und ausgeglichene Geisteshaltung zu haben. Eine positive Einstellung zum Leben heißt sich unseren positiven Eigenschaften zuzuwenden. Negative Emotionen wie Hass, Wut, Gier und das Konkurrenzdenken bringen uns aus unserer sanften, ursprünglichen Natur heraus und untergraben unsere eigene Stärke und Stabilität. Daher ist es äußerst wichtig, dass wir uns auf dem spirituellen Pfad der Transformation unseren negativen Emotionen widmen, damit diese in unserem Bewusstsein integriert werden können. Wenn es uns nicht gelingt, auf unserem geistigen Weg unsere unbewussten Anteile umzuwandeln, bleibt der Glanz und die Strahlkraft unseres wahren Seins dauerhaft durch die negativen Emotionen verdeckt.

Daher stellt die Integration des Schattens einen wesentlichen Teil des spirituellen Pfades dar. Wir können unseren dauerhaften Frieden nur dann erleben und erreichen, wenn wir die Bereitschaft haben, unseren negativen Emotionen Bewusstheit zu geben, welche in der Psyche und vor allem in unserem Körper noch verankert sind.
Frieden ist nicht nur die Harmonie des Geistes, sondern auch ein Körper ohne Zwänge und innere Spannungen. Der Weg des Lichtes, den wir gehen, ist von Natur aus so konzipiert, dass er uns täglich in unterschiedlichen Alltagssituationen die Möglichkeit bietet, diese Spannungen wahrzunehmen und aufzulösen. Dann ist der Alltag die wahre Meditation. In der Bewusstheit jedes Augenblicks kannst du die Essenz deines wahren Wesens spüren.

Im Frieden zu sein und den Frieden mit anderen zu teilen bedeutet in der Präsenz des Seins, welche den empathischen Raum des Bewusstsein öffnet, vor allem, den anderen zuzuhören. Es werden Worte und Sätze wahrgenommen, und mögen sie auch so erfreulich oder enthusiastisch sein, man sieht den Schmerz, der dahinter ist. Es wird gesehen, dass die Worte nicht aus der Leere kommen.
Die reine Präsenz des Augenblicks nimmt die ganzen Verstrickungen wahr. Sie bringt sehr viel Licht in die dunklen Bereiche und dies öffnet die Grube mit den vielen Leichen, welche im Keller des menschlichen Bewusstseins noch im Verborgenen liegen. Selbst bei unscheinbaren Bemerkungen und Verhaltensweisen zeigt uns die Empathie, wo im Schatten der Unbewusstheit versteckte Schmerzen auf ihre Erlösung warten.
Bewusst hinzuschauen und den eigenen Schmerz zu erlösen, ist der einzige Weg, welcher aus den Zwängen in die innere Freiheit führt. Erst dann manifestiert sich in uns der transzendentale Zustand des absoluten ewigen Friedens.

Wenn der Mensch seine Psyche vollkommen gereinigt hat, wenn nichts mehr da ist, was noch unbewusst wäre, dann lösen sich gleichzeitig die Blockaden in all seinen Chakren auf. Er hat sich verwirklicht, und die kosmische Energie kann nun ungehindert in die menschliche Schale hineinfließen, und diese wird dann zu einer direkten Manifestation der Christuskraft.
Ein Mensch wird zum Christus. Von seiner Individualität in seine Universalität eingegangen, wird er zum personifizierten Werkzeug Gottes, zur Offenbarung des absoluten Friedens. Auf diese Weise erfüllt er seine göttliche Bestimmung, seinen kosmischen Auftrag. Der Ausdruck seines Tuns ist dann der unmittelbare, ungehinderte Ausdruck der Natur. Er ist zum Gefäß des Göttlichen geworden alle seine Kanäle sind offen. Er ist der Ausdruck des Höchsten und lebt friedlich im Einklang mit dem Naturgesetz.             

 

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 4 -

DER MENSCH ALS SOZIALES WESEN

 

Auf der relativen illusorischen Ebene der Schöpfung erfahren wir uns vor allem als soziale Wesen. Unser individuelles Glück hängt direkt von unserer Umwelt ab, von der Gesellschaft, in der wir leben und von den Menschen, die uns umgeben. Es gibt kein individuelles Glück, welches von den anderen völlig unabhängig wäre.

Die Bewusstheit über die inneren Werte können wir entwickeln und fördern, indem wir unsere Absichten, Gedanken und Gefühle überprüfen und beobachten, wo wir nicht in Liebe sind. Liebe ist die Abwesenheit der Negativität gegenüber jedem Wesen, gegenüber allem. Wenn wir auf unseren Schmerz achten, welcher uns zeigt, wo wir nicht in der Liebe sind, erlösen wir uns aus unserer Gefangenschaft und kommen zurück in unser wahres Wesen, in die Kraft der Gegenwart. Wenn wir Hier und Jetzt sind, ist es nicht möglich, jemandem zu schaden. Wenn ein Mensch sich seiner Göttlichkeit bewusst ist, dann ist sein ganzes Wesen ein Ausdruck des Friedens. In diesem absoluten Frieden existiert keine Vergangenheit und keine Zukunft. Es ist das Verweilen des Geistes im eigenen Selbst.
Diese Meisterschaft müssen wir zuerst entwickeln und unseren Weg authentisch und aufrichtig uns selbst gegenüber gehen, denn der Mensch in seinem heutigen Bewusstseinszustand ist noch ein unbewusster Sklave seiner Gefühle.             

 

 

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 5 -

WORTE SIND WERTE

 

Das Leben, wie es sich auf der relativen Ebene der Existenz als Spiel des Bewusstseins ausdrückt, ist perfekt, so wie es ist. Das, was wir in Wirklichkeit in unserer absoluten und wahren göttlichen Qualität sind, bleibt von allem unberührt. Im relativen Dasein unserer Existenz, in der Erfahrung des Mensch-Seins, spielt unser Verhalten gleichwohl eine Rolle, denn wir strahlen mit jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Tat eine Wirkung in die ganze Schöpfung aus. Darum ist es notwendig, dass wir uns ganz bewusst unsere Ethik anschauen und den inneren Werten und ihrer Kultivierung widmen.

Mit jedem unserer Worte senden wir über den Klang der Sprache eine Schwingung, wo nur das Selbst zu sich selbst spricht. In dieser Sprache erklingt der Tanz des Ewigen, eine Symphonie, in der das Ewige und Absolute mit dem Relativen und Vergänglichen den Tanz des Lebens tanzt. Alles ist Schwingung, und diese breitet sich von uns aus und erreicht nicht nur unsere unmittelbare Umwelt, sondern die ganzen Universen. Somit können wir mit harmonischen und liebevollen Gedanken einen lebensfördernden Einfluss auf unsere Umwelt kreieren. Auch Worte sind Werte, welche positive Energie in die Welt bringen. Auf diese Weise ist es möglich, den Frieden in uns und in den anderen zu unterstützen und zu festigen.

Das Glück, welches wir aus dem Frieden unserer Natur erfahren, möchte geteilt werden. Die Wellen der Glückseligkeit möchten sich in der unendlichen Weite des Ozeans des Bewusstseins ausdehnen.             

 

 

 

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 6 -

UNTERSCHIEDLICHE GRUNDLAGEN DES HANDELNS

 

Auf der relativen Ebene sind wir in unserer menschlichen Art illusorische, gelebte Wesen. Wir sind Werkzeuge des Höchsten, und als Werkzeuge dessen, was geschieht, wird immer das geschehen, was geschehen muss.
Der einzige Unterschied liegt in der Grundlage der Handlung, welcher Ebene diese entspringt. Ob diese bewusst, aus dem Selbst geschieht, oder ob es sich um eine unbewusste Tat aus dem Ichgefühl heraus handelt.
Während ein unbewusstes Handeln mit dem Gefühl „Ich bin der Handelnde“ in einem zwanghaften Verhalten gegründet ist, deutet das bewusste Handeln auf ein freies Handeln hin auf ein Tun des Menschen gemäß seiner eigenen Natur, verwurzelt im festen Boden seines transzendentalen Wesens.

Wenn die Erkenntnis der Wahrheit geschieht, wird klar, dass das kleine menschliche „ich“ nur aus Zwängen besteht, denen die Urangst, die Todesangst, zu Grunde liegt. Darin verwurzelt, jenseits der Wahrheit, handelt der heutige Mensch. Die einzige Motivation des menschlichen Systems ist ein ständiges unbewusstes Kreieren einer Überlebensstrategie, welche darauf gegründet und ausgerichtet ist, die eigenen Ängste und Schmerzen in sich selbst zu unterdrücken und nicht zu fühlen.

Bei jedem Nicht-Erfüllen der eigenen zwanghaften Vorstellung wird das Ego in Alarmbereitschaft versetzt. Aus diesem ununterbrochenen Selbsterhaltungstrieb, aus seinen eigenen nicht geheilten Verletzungen und seiner primären Angst erhebt sich das scheinbare menschliche Wesen.

Wenn die Bewusstheit darüber geschieht, geschieht gleichzeitig die Heilung durch die tiefe innere Bereitschaft, sich bewusst den eigenen Wunden zuzuwenden.

Durch diese Bewusstheit, dessen Natur nichts anderes als die liebevolle Aufmerksamkeit ist, werden die menschlichen Zwänge und die daraus resultierenden künstlichen Strukturen nicht mehr versorgt. Der Mensch begibt sich dann in die Hände der Natur, auf den Weg seiner Meisterschaft, seinem wahren Wesen entgegen.

Aus dem Fluss des Seins heraus handelt ein Wesen im Einklang mit der Natur, mit dem Einverständnis für das große Ganze, dessen Teil er ist. Dieses Handeln ist ein direkter Ausdruck der Totalität und verfolgt keinen persönlichen Zweck. Losgelöst von der Erwartung auf ein bestimmtes Ergebnis, handelt der Weise für das Wohlergehen der Welt. Und so werden die göttlichen Werte des absoluten ewigen Seins mit den relativen menschlichen Werten verknüpft und vereinigt gelebt. Dadurch wird der absolute Friede unserer ewigen Natur in jeder Handlung verankert, und diese Taten erfüllen dann den göttlichen Zweck. Dieser alldurchdringende Friede, dem nur ein absichtsloses ungebundenes Tun entspringen kann, ist die einzig richtige Grundlage allen Handelns.             

 

 

 

 

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 7 -

HANDELN ZUM WOHLE ALLER

 

Den Frieden in seinem Alltag zu leben heißt, ganz bewusst auf Gewalt zu verzichten und sich für friedliche Lösungen einsetzen, selbst wenn Konflikte und Gewalt erlebt werden. Dies kann aber ebenfalls bedeuten, klar und deutlich jemandem die Grenzen aufzuzeigen, damit er lernen kann, oder etwas bestimmend zum Ausdruck zu bringen und seine Position zu vertreten im Rahmen einer natürlichen, friedvollen Autorität.

Ein handelnder Mensch im Sein wird immer auf neue alternative, friedliche Wege und Verhaltensweisen hinweisen, wenn die alten Regeln der Gemeinschaft ausgedient haben. Er wird immer bestrebt sein, die Menschheit aus ihrer Unbewusstheit zu wecken, um ihr Bewusstsein anzuheben.

Ein friedliches Handeln aus dem Sein bedeutet, nicht zu bewerten und zu analysieren, sondern im Hier und Jetzt unmittelbar zu agieren und zu reagieren. Auf die Frage, wie ein Mensch am besten handeln soll, kann man nur sagen, dass es dafür kein festes Konzept gibt, an dem man sich festhalten kann, außer dass man sein Bewusstsein erheben soll. Das Verhalten gemäß der eigenen Natur wird sich schrittweise entfalten, sobald der Mensch die Bereitschaft hat, seine innere Welt aufzugeben.

Zum Wohle aller zu handeln bedeutet tief in der Wahrheit gegründet zu sein und der Welt im Mitgefühl zu begegnen. Es bedeutet, mit dem Herzen zu sehen und die Welt und die Menschen mit den Augen der bedingungslosen Liebe anzuschauen.

Der Ozean der Liebe, welcher aus einem befreiten spirituellen Herzen herausfließt, bringt natürliche Lebensfreude und Leichtigkeit mit sich, welche sich wie Wellen zu den anderen unmittelbar ausbreiten.

Der absolute Friede, welcher sich aus unserer wahren Natur entfaltet, bedeutet Abwesenheit von Aggression. Die Kraft, die den Menschen antreibt, ist die Kraft der bedingungslosen Liebe. Unter ihren Flügeln geschieht ein korrektes Handeln zum Wohle aller, denn sie ist die Essenz aller Dinge, sie ist die Einheit. Vereint der Mensch aus seiner ewigen und reinen Natur heraus in sich die absoluten und relativen Werte, werden Güte, Freundlichkeit, positive Gedanken, klares Denken und gerechtes Handeln zum Wohle aller in ihm erblühen. Liebe und Mitgefühl, verbunden mit Geduld und innerer Gelassenheit, spiegeln den Ausdruck seines reinen Seins. Durch seine Klarheit und sein Unterscheidungsvermögen begegnet ein solcher Mensch den anderen im Dienen und in Offenheit.

Durch die köstliche Erfahrung des Verweilens im absoluten Sein, wird zutiefst in jeder Zelle des Körpers verstanden, dass es nichts auf dieser Welt gibt, was lohnen würde, um aus diesem Frieden auszusteigen. Nichts, was es wert wäre, um den ewigen Frieden der bedingungslosen Liebe zu verlassen.
Eine tiefe innere Befriedigung stellt sich ein, wenn der Mensch erkennt, dass er den allergrößten Schatz aller Schätze verborgen in sich selbst trägt.

Durch das Leben in seiner wahren Bestimmung wird ein Mensch im Sein zum Segen für das ganze Universum.             

 

 

 

 

 

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 8 -

DER MENSCH IN SEINER GÖTTLICHKEIT

 

In diesem Zustand des unveränderbaren ewigen Seins ist ein Mensch im kosmischen Leben gegründet. Seine Individualität erreicht die Ebene der Universalität des Kosmos. Er ist dann Gottes Sohn oder Gottes Tochter, welche/r den Willen des Vaters empfängt und ausdrückt. So manifestiert dieser Mensch den göttlichen Willen auf Erden und erfüllt die göttliche Intention.

Wenn der Friede, die eigentliche und ewige Natur des Seins, sein Wesen voll und ganz durchdrungen hat, dann atmet er den Atem des Universums. Er tanzt mit der Natur den Tanz des Lebens. Die Kraft des Höchsten leitet dann seine Schritte und seine Taten, und die Wünsche jenes Wesens sind dann die Wünsche der Natur. In der Erkenntnis dessen, dass ein Mensch kein Leben hat, sondern das Leben selbst IST, lebt er friedlich verankert im reinen Bewusstsein.

Im Gottesbewusstsein handelt der Mensch zum Wohle aller. Im Strom des göttlichen Seins fließen seine Taten harmonisch im Einklang mit dem Naturgesetz. Es ist ein friedvolles und liebevolles Miteinander, welches das Wachstum und Gedeihen der Erde und ihrer Bewohner verfolgt, aber keinen persönlichen Zweck, sondern nur die Bestimmung der Evolution und der damit verbundenen Rückkehr aller Wesen in ihre Einheit.

Wenn ein Mensch im Gottesbewusstsein lebt, dann durchdringt der tiefe absolute Friede seinen ganzen Alltag, seine Gedanken und Aktivitäten. Dieser Friede, welcher von nichts und niemanden abhängt, ist ewig. Dann ist der Alltag die Erleuchtung, und die Ewigkeit durchwebt jeden Augenblick.

Der ganze göttliche Glanz, die Strahlkraft der Glückseligkeit des niemals endenden absoluten Lebens, ergießen sich aus dem Fass des Absoluten in das relative menschliche Dasein. Die Ewigkeit durchdringt jeden Moment der relativen Existenz. Betört von dem intensiven süßen Geschmack des reinen Seins, genießt der Geist die Schönheit und den Frieden seiner eigenen Natur, und wenn der Mensch seine innere Welt für immer verloren hat, steigt der Geist aus diesem Frieden nicht mehr heraus.             

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Beiträge - Gedanken zum Frieden - Kapitel 9 -

DAS LEBEN ALS STETIGE AUSDEHNUNG DES GLÜCKS UND FRIEDENS

 

Das Leben – unsere wahre Natur – können wir mit Attributen beschreiben wie Glückseligkeit, bedingungslose Liebe und absoluter Frieden. Wir fallen aber nur scheinbar aus der Schöpfung heraus, um uns wieder selbst zu finden und zwar als DAS, was wir in Wirklichkeit sind. Wir sind der absolute Friede, wie er sich aus sich selbst heraus erfährt.
Das Leben ist Ausdehnung des Glücks. Um sich in ihrer eigenen Glückseligkeit und Liebe innerhalb von sich selbst stetig zu entfalten, kreiert die unendliche Weite des Bewusstseins eine illusorische Schöpfung. Wenn wir ganz genau hinschauen, dann werden wir entdecken, dass das Leben, wie es sich aus sich selbst heraus ausdrückt, ununterbrochen die Bedingungen für die Ausdehnung des Friedens und Glücks in sich selbst von All-Eine erschafft. Die Totalität sendet also permanent Impulse für die Wiedervereinigung der beiden Aspekte des Lebens. Die Glückseligkeit, welche dem ewigen absoluten Ozean des Friedens - unserer wahren Natur - entspringt, möchte sich ergießen. Sie möchte sich innerhalb von sich selbst ausweiten.

Den Weg des Friedens zu gehen bedeutet, diese beiden Aspekte des Lebens, den absoluten ewigen und den relativen menschlichen Aspekt so zu vereinen und zu verknüpfen, sodass die Werte des absoluten ewigen Seins in unser relatives Leben gebracht werden, um unser Da-Sein mit allen seinen menschlichen Werten, welche in uns angelegt sind, hervorzuheben und zu kultivieren.

Wir sollten nicht länger Botschafter von Idealen sein, sondern durch unser Leben und Verhalten ein Zeichen setzen und zu lebendigen Vorbildern für unsere Mitmenschen werden. Der weltliche Friede braucht einen neuen Menschen, welcher seine inneren Werte aus seiner tiefsten Überzeugung lebt und an andere Menschen weitergibt. Dies stellt die Entfaltung des Friedens in jeder Zelle unseres Körpers dar, die Vergoldung und Erleuchtung des Körpers. Den Frieden in uns selbst zu finden, unsere Mitmenschen mitzunehmen und sie auf diesem Weg zu unterstützen, das bedeutet, das Fundament für den Weltfrieden zu bauen.

 

Marta Soreia
Juni 2015